Peace

Thema November

Das Gesetz der Gegenseitigkeit  - 6

aus: Hazrat Inayat Khan:

'Art of Personality'

(siehe auch Forum)

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Unser Handeln, den Graden entsrpechend

Die Art des Umgangs mit anderen unterscheidet sich je nach unserer Beziehung zu ihnen. Wenn z. B. ein enger Gefährte etwas sagt, um uns zu necken, können wir es als Scherz auffassen; doch wenn die gleichen Worte von einem Diener oder einer Person kommen, die nicht so vertraut ist, dass sie mit uns scherzen kann, sollten wir sie als Beleidigung betrachten.

Dies zeigt, dass nicht der Umgang die Wirkung bestimmt, sondern unsere Beziehung zu einem anderen verändert die Wirkung. Ein Befehl von Eltern, Lehrern, älteren Menschen oder einem Vorgesetzten in Bezug auf Amt, Geschäft, Reichtum, Position oder Verstand ist nicht so schwer, wie wenn es von einer jüngeren Person kommt, die in ihrer Position unterlegen ist oder keinen Verstand hat.

Es ist immer klug, uns mit Menschen zusammenzutun, die uns in Bezug auf Denken, Position und Macht ebenbürtig sind, und wir selber versuchen, voranzukommen und in einen noch höheren Kreis aufzusteigen, nicht nur aus Ehrgeiz, sondern weil wir dazu geeignet sind. In jeder Lebenslage müssen wir unsere Selbstachtung bewahren und uns im Denken, Sprechen und Handeln vor Erniedrigung bewahren.

Wenn jemand anders uns ohne Grund oder Gerechtigkeit schlecht behandelt, müssen wir dagegen ankämpfen und so beweisen, dass die Behandlung ungerecht war. Doch wenn wir selbst schuld sind, sollten wir uns auch selbst die Schuld geben, bevor wir uns über die schlechte Behandlung eines anderen ärgern.

Wenn uns jemand viel besser behandelt, als wir es verdienen, sollten wir nicht vergessen, dass wir seine gute Behandlung nicht verdient haben; wir sollten es als eine Freundlichkeit seinerseits betrachten.

Wenn wir erkennen, dass wir die gute Behandlung, die uns ein anderer zuteil werden lässt, verdient haben, sollten wir dies nicht als etwas ansehen, auf das wir stolz sein können, oder als etwas, das uns eitel machen könnte; sondern wir sollten es als eine Stärkung der Hoffnung ansehen, noch besser zu werden, damit sich die Güte Gottes durch uns offenbaren kann.


Rosenbusch, was bist du, Freund oder Feind?

Ich bin beides, meine Blumen sind die Zärtlichkeit eines Freundes

und meine Dornen der Stachel eines Feindes.

 

Gayan - Tanas


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