Mitgefuehl

Forum Mai

Fünf Richtungen des Atems

aus: Hazrat Inayat Khan:

'Healing and the Mind World'

(siehe auch Ratgeber)

Alle Themen als Audio-Sammlung hier



Der Mechanismus des Körpers hängt in seiner Arbeit von fünf verschiedenen Aspekten des Atems ab, und diese Aspekte sind die fünf verschiedenen Richtungen des Atems. Im Koran und auch in den hebräischen Schriften werden diese fünf Atemrichtungen als die fünf Engel bezeichnet. So werden diese Aspekte in ihrer feineren Arbeit im menschlichen Leben dargestellt. Oft wird ihre Richtung von den Propheten in symbolischen Begriffen beschrieben, wie z. B.: Der eine steht zur Linken des Menschen, einer zur Rechten, einer vor ihm, einer hinter ihm und einer in ihm.

Wenn einer dieser fünf Aspekte nicht richtig funktioniert, bringt dies den gesamten Mechanismus des Körpers durcheinander. Beim Essen und Trinken, beim Gähnen und Dehnen und bei allen Handlungen des täglichen Lebens müssen diese fünf Aspekte des Atems die Führung übernehmen.

Unter diesen fünf Aspekten ist der erste der Atem, der wie der Stamm im Baum ist und den wir in den Nasenlöchern spüren. Durch die Reinigung, Entwicklung und Kontrolle dieses Atems werden alle fünf Aspekte entwickelt.

Im Körper eines Menschen gibt es Atome, die ein bestimmtes Organ bilden, das in unterschiedlichen Rhythmen mehr oder weniger aktiv ist, je nachdem, wie der Atem sie erreicht. Die Atome, die nicht den richtigen Atem erhalten, bleiben unentwickelt und daher auch inaktiv.

Da sich die Zentren des Körpers im Kern des gesamten Mechanismus befinden, ist es nur natürlich, dass der Atem bei einem durchschnittlichen Menschen nicht so in sein Innerstes gelangt, wie er sollte. Die Frage: ‘Wenn es natürlich ist, dass er sie erreicht, warum tut er es dann nicht?’ kann damit beantwortet werden, dass es daran liegt, dass die Menschheit ein künstliches Leben führt. Wenn wir Menschen ein natürliches Leben führen würden, wäre es nicht nötig, dass wir durch bestimmte Meditationsprozesse die Eigenschaften entwickeln, die in uns schlummern.

Ein Pferd, ein Hund oder eine Katze weiß intuitiv von Tod, Krankheit oder Not in dem Haus, in dem sie leben. Die Tiere werden von der modernen Psychologie als Wesen ohne Verstand angesehen, und doch - wir Menschen, die der niederen Schöpfung weit überlegen und das Ideal aller Wesen sind, verfügen über diese intuitive Kraft nicht. Der Grund dafür ist, dass die Tiere ein natürlicheres Leben führen als wir Menschen, obwohl selbst dieses durch den Kontakt mit den Menschen verdorben wird. Die Kobra kann ihr Futter aus einer Entfernung von einer Meile anlocken, doch ein Mensch muss mit seinen Händen für sein tägliches Brot arbeiten.

Kurz gesagt, es gibt Fähigkeiten im Menschen, die durch die Künstlichkeit des Lebens verschlossen bleiben, und so lebt er ein unvollständiges Leben. Um ein erfüllteres Leben zu führen, haben die Weisen aller Religionen den Atem genutzt und Atome und Zentren erweckt, sie sind die Instrumente für diese Fähigkeiten. Sobald der Atem diese Zentren berührt, bringt er sie zum Schwingen und dann tun sie ihre Arbeit. Deshalb funktionieren die Atemübungen, die ein Schüler erhält, wie das Aufziehen einer Uhr. Einmal in vierundzwanzig Stunden wird die Uhr aufgezogen und danach läuft sie ohne Anstrengung weiter.


Schönheit ist des Herzens einziges Ziel, sein Impulsgeber, sein Alles.

Das Herz ist alle Macht, die es gibt, die Engel folgen seinem Ruf.

 

Aphorismen


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