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Petama Ratgeber März

Das Leben von Krishna umrunden - 2

aus: Hazrat Inayat Khan:

'Unity of Religious Ideals'

(siehe auch Thema)

Alle Themen als Audio-Sammlung hier



Und der Kampf eines jeden Einzelnen hat einen anderen Charakter. Der Kampf hängt von der jeweiligen Stufe der menschlichen Entwicklung ab. Deshalb ist der Kampf eines jeden Menschen im Leben anders, von besonderem Charakter. Und kein Mensch auf der Welt ist frei von diesem Kampf; nur der eine ist besser darauf vorbereitet; der andere kennt vielleicht die Gesetzmässigkeit der Kriegsführung nicht. Und im Erfolg dieses Kampfes liegt die Erfüllung des Lebens. Die Bhagavad Gita, das himmlische Lied, ist vom Anfang bis zum Ende eine Lehre über das Gesetz des Kampfes im Leben.

Die andere Sichtweise Krishnas auf das Leben ist, dass jede Seele danach strebt, Gott zu erreichen, doch Gott nicht als Richter oder König, sondern als Geliebter. Und jede Seele sucht Gott, den Gott der Liebe, in der Form, die sie sich vorzustellen vermag. Und so steht die Geschichte von Krishna und den Gopis für Gott und die verschiedenen Seelen, die nach Vollkommenheit streben.

Das Leben und die Lehre Krishnas haben den Menschen in Indien sehr geholfen, das Denken der Frommen zu erweitern. Ein religiöser Mensch, der voller Dogmen ist, neigt oft dazu, die Dogmen zu starr zu machen, und erwartet, dass die Frommen oder die Gottesbewussten seinem Standard der Güte entsprechen. Wenn sie nicht in seine besondere Vorstellung von Frömmigkeit passen, ist er bereit, sie zu kritisieren.

Doch die Gedanken und das Leben Krishnas wurden von Künstlern, Dichtern und Musikern aufgegriffen, und daraus entstand eine neue Religion, eine Religion der Anerkennung des Göttlichen im natürlichen menschlichen Leben. Und die Vorstellung, ein menschliches Wesen des Inneren Lebens als exklusiv, entfernt, steinartig und leblos zu betrachten, hörte auf zu existieren. Die Menschen in Indien wurden viel toleranter gegenüber allen verschiedenen Aspekten des Lebens und betrachteten das ganze Leben gleichzeitig als eine Immanenz Gottes.


Wenn wir der Wahrheit

von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen,

ist die Sichtweise von Krishna, Buddha,

Christus oder jedem anderen Propheten dieselbe.

 

Wenn wir das Leben von der Spitze des Berges aus betrachten,

da ist keine Begrenzung;

es ist die gleiche Unermesslichkeit.

 

Aphorismen


(Maheboob Khan, Hazrat Inayat Khans Bruder, hat in der Mitte des letzten Jahrhunderts eine Reihe von Hazrat Inayat Khans Aphorismen in Musik gesetzt, wie das ‘How Shall I Thank Thee’. Mohammed Ali Khan, Hazrat Inayat Khans Cousin, hat ums Jahr 1956 herum dieses Lied in einem Konzert in Zürich gesungen – hier könnt Ihr es hören)


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