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Petama Ratgeber Juni

'Magnetismus von Wesen und Objekten' - 2

aus Hazrat Inayat Khan:

'Healing Papers'

(siehe auch Thema)

Alle Themen als Audio-Sammlung hier



Alles, was geschaffen wird, trägt einen magischen Einfluss in sich. Wenn es mit einem Gedanken geschaffen wird, der dem, was benötigt wird, völlig entgegensteht, bedeutet dies nichts anderes, als dass dem Schiff, dem Zug, dem Wagen oder dem Auto Gefahren drohen. Sehr oft finden wir ohne ersichtlichen Grund ein Boot in Gefahr oder etwas, das ohne erkennbaren Grund kaputtgeht. Es trägt in sich den Gedanken der Zerstörung.

Es wirkt sich darin aus; es ist etwas Lebendigeres als das Objekt selbst. So ist es auch, wenn ein Haus gebaut wird. Die Gedanken, die ein Bauherr oder Handwerker in das Haus gesteckt haben, alle zählen, haben ihren Einfluss.

Der den Dingen innewohnende Gedanke ist eine Lebenskraft. Um ihn zu definieren, könnte wir ihn auch als Schwingungskraft bezeichnen. Nach der Vorstellung eines Menschen des Inneren Lebens können Schwingungen auf drei verschiedene Arten betrachten: hörbar, sichtbar und wahrnehmbar. Nun sind die Schwingungen, die in einem Gegenstand wohnen, weder hörbar noch sichtbar; sie sind nur wahrnehmbar. Wahrnehmbar für wen? Durch die intuitive Fähigkeit von uns Menschen. Das bedeutet jedoch nicht, dass jemand, dem diese intuitive Fähigkeit fehlt, sie nicht wahrnehmen würde; auch er nimmt sie wahr, jedoch unbewusst. Kurz gesagt verstehen wir darunter, dass allen Dingen, entweder von einem Einzelnen oder von vielen geschaffen, ein Gedanke innewohnt, und dieser Gedanke wird entsprechende Ergebnisse hervorbringen.

Der Einfluss, der auf Dinge einwirkt, hängt von der Intensität des Gefühls ab. Ein Ton erklingt entsprechend der Intensität, mit der wir ihn anschlagen. Wenn wir einen Ton auf dem Klavier anschlagen, erklingt er eine gewisse Zeit lang; schlägen wir ihn mit geringer Intensität an, erklänge er kürzer. Gleichzeitig hängt es auch vom Impuls ab, mit der wir ihn anschlagen, und vom Instrument, auf dem wir spielen. Auf einem Instrument schwingt eine Saite sehr lange nach; auf einem anderen schwingt die Saite nicht sehr lange nach und verstummt dann. Und so hängt es auch vom Medium ab, das wir beim Anschlagen der Schwingungen verwenden, wie dann seine Wirkung entsteht.

In allen Dingen ist Gott; der Gegenstand ist das Werkzeug, und wir Menschen sind das Leben selbst. Wir Menschen hauchen dem Gegenstand Leben ein. Wenn etwas geschaffen wird, wird ihm in diesem Moment Leben eingehaucht; es wird ohne Unterlass weiterleben, wie der Atem in einem Körper. Dies gibt uns auch einen Hinweis darauf, dass, wenn wir einem Patienten Blumen bringen und dabei einen heilenden Gedanken mitbringen, die Blumen diesen Gedanken der Heilung weitergeben. Und wenn ein Patient die Blumen betrachtet, wird er von diesen Blumen Heilung empfangen, sie wurde da hineingelegt. Jedes Essen oder jede Süßigkeit, alles, was wir einem Freund mit einem Gedanken der Liebe bringen, kann bei ihm Harmonie, Glück bewirken.


Ein einziger Augenblick, den ich in Dir lebe,

ist mehr wert als ein langes Leben,

das ich ohne Dich verbringe.

 

Gayan -Ragas


(Maheboob Khan, Hazrat Inayat Khans Bruder, hat in der Mitte des letzten Jahrhunderts eine Reihe von Hazrat Inayat Khans Aphorismen in Musik gesetzt, wie das ‘How Shall I Thank Thee’. Mohammed Ali Khan, Hazrat Inayat Khans Cousin, hat ums Jahr 1956 herum dieses Lied in einem Konzert in Zürich gesungen – hier könnt Ihr es hören)


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