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Petama Thema Januar 'Reisen und eine Neue Seite - 3' aus Hazrat Inayat Khan: 'Confessions and Revelations' |
Doch der erstaunlichste Teil der Zeremonie kam dann, als sich die Versammlung gerade auflösen wollte. Denn einer der Derwische erhob sich und verkündete das Bhundara, das Abendessen, und sprach zu ihnen mit folgenden Worten: ‘Oh Könige der Könige! Oh Herrscher der Herrscher!’ Dies amüsierte mich damals sehr, wenn ich ihr äußeres Erscheinungsbild betrachtete. Mein erster Gedanke machte sie lediglich zu Königen der Fantasie, ohne Thron oder Krone, Schatzkammer, Höflinge oder Herrschaftsgebiete – jenen natürlichen Besitztümer und weltlichen Machtbefugnisse eines Königtums. Doch je mehr ich über diese Frage nachdachte, desto mehr fragte ich mich, ob es die Umgebung oder die Vorstellungskraft ist, die einen König ausmacht. Schließlich fand ich die Antwort: Der König ist sich seiner Königswürde und all ihrer Attribute wie Luxus und Macht niemals bewusst, es sei denn, seine Vorstellungskraft spiegelt sich in ihnen wider und beweist so seine wahre Souveränität. Dies zeigt, wie real uns unsere Umgebung erscheint und doch wie leblos sie ohne Vorstellungskraft ist. Und es zeigt auch, wie die Vergänglichkeit der Zeit und die Veränderungen der Materie alle Könige der Erde zu vergänglichen Königen machen, die über vergängliche Königreiche herrschen; das liegt daran, dass sie von ihrer Umgebung abhängig sind und nicht von ihrer Vorstellungskraft. Die Königsherrschaft des Derwischs, unabhängig von allen äußeren Einflüssen, rein auf seiner Inneren Wahrnehmung beruhend und durch die Kräfte seines Willens gestärkt, ist viel wahrhaftiger und zugleich unbegrenzt und ewig. Aus materialistischer Sicht würde sein Königreich als gar nichts erscheinen, während es in der inneren Vorstellung ein unsterbliches und exquisites Reich der Freude ist. Wahrlich, sie sind die Besitzer des Reiches Gottes, und all Seine sichtbaren und unsichtbaren Schätze gehören ihnen, da sie sich in Allah verloren haben und von allen trügerischen Täuschungen gereinigt sind. ‘Durch sie erhaltet Ihr Regen; durch sie erhaltet ihr Eure Nahrung’, heißt es im Koran. Als ich durch den Wald streifte, stach eine Dornenranke
Eine Wespe, die durch die Luft flog, stach mich in den Arm und schrie:
Mein Fuß rutschte weg und ich fiel in eine Pfütze mit schlammigem Wasse.
Ich langte aus Versehen in ein brennendes Feuer, Ich hatte Mitleid und bat es um Vergebung.
Ich fragte mein sanftes Selbst: 'Hast du Schaden genommen?'
Vadan - Alankaras |
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