Peace

Thema März

Das Menschliche Herz - Tempel Gottes - 3

aus: Hazrat Inayat Khan:

'In an Eastern Rosegarden'

(siehe auch Forum)

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Der Liebende erhebt sich wieder, wenn er mit sich selbst spricht und sagt: ‘Ich werde ein solches Ideal schaffen, das es mir ermöglicht, mein Leben selbst zu gestalten. Das Ideal wird mein Banner sein, doch in Wirklichkeit werde ich meine Liebe erheben. Wenn die Liebe zerbrochen ist, dann nur, weil das Ideal nicht so war, wie der Liebende erwartete. Ich werde also vermeiden, meine Augen durch das äußere Leben blenden zu lassen, sondern ich werde den Pfad, auf dem ich reisen will, in meinem eigenen Herzen erbauen.’

Dieses Ideal wird genügen und dem Geliebten alles geben, was ihm fehlt.

Dieser Liebende ist der wahre Liebende, denn auch die Liebe hat eine Schönheit, und er erzeugt aus seiner eigenen Liebe die Schönheit, die der Geliebten vielleicht fehlt, und er bemerkt den Mangel der Geliebten nicht mehr. Von diesem Augenblick an wird die Geliebte zu seiner Liebe, denn er hat sich in seinen Gedanken, in seiner Vorstellung eine Geliebte geschaffen, und er kann die Schönheit der Erscheinung immer weiter fassen.

So wurde das Lied der Liebe und der Schönheit in allen Epochen der Geschichte gesungen. Sa'adi aus Persien, Dante aus Italien und all die Großen, die geliebt und an die Herzen der Menschen appelliert haben, sie alle haben Worte hinterlassen, die wegen der Größe ihres Ideals noch heute unsere Herzen durchdringen. Sie selbst haben ihr Ideal in ihren Herzen geschaffen. Für sie alle kann es keine Frage mehr sein, dass die Geliebte sich der Liebe unwürdig erweist. Der Liebende ist zum Schöpfer der Liebe geworden.

Hat nicht Gott die Liebe erschaffen? Haben wir nicht die Schönheit von Gott geerbt? Können wir nicht auch Liebe erschaffen? Auf das, was wir schaffen können, können wir uns immer verlassen.

Da ist noch ein anderer Aspekt dieser Frage, nämlich dass das Ideal der Liebe, das ein Mensch schafft, seiner Entwicklung entspricht. Wenn er materiell ist, wird er die materielle Schönheit einer Person oder eines Gegenstandes lieben. Er kann nichts dafür. Es ist nicht seine Schuld. Es ist richtig, dass er das bewundert, was ihn unmittelbar anspricht. Der eine wird die Schönheit des Geistes, der Tugend, der Persönlichkeit, des guten Benehmens, der Güte bevorzugen, die ihn ansprechen; er wird eine schöne Persönlichkeit, eine sympathische Präsenz schätzen. Ein anderer wird vielleicht eine Seele lieben, weil er in ihr sein Ideal der Inspiration, der Intuition, des Seelenfriedens und der Freude findet.


Die wahre Wohnstatt Gottes ist im Herzen eines Menschen;

wenn es von Bitterkeit oder Hass gefroren ist,

sind die Tore des Heiligtums verschlossen, das Licht bleibt verborgen.

 

Schale des Saki


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